Tausende von Gedanken …
20.06
Toben gerade in diesem Moment und in den letzten Wochen in meinem Kopf herum. Da ich mich nun seit Anfang Mai in der Ausbildung zum Rettungssanitäter befinde beschäftige ich mich seit Beginn dieser Ausbildung mit allen möglichen Krankheitsbildern verschiedenster Erkrankungen des menschlichen Körpers. Schließlich hat man tagtäglich mit kranken Menschen zu tun, ob es Krebs, Dialyse, ein Notfall wie zum Beispiel ein Herzinfarkt oder ein Atem-Kreislauf-Stillstand ist, man erfährt es oft erst vor Ort welches Ausmaß der in der Leitzentrale eingegangene Notfall annimmt.
Anfangs dachte ich, ich sei alleine mit dem etwas zugleich ungutem aber auch etwas spannendem beziehungsweise aufregendem Gefühl in der Magengegend was die Situation nach eben diesem erhalten des Einsatzes betrifft. Doch bereits als ich im Rettungswagen die Frage an meine bisherig befragten Kollegen stellte, vollendete jeder sogleich den Satz mit einem „geht mir nach Jahrelanger Tätigkeit in diesem Bereich immer noch so!“.
Ich bin grundsätzlich einer jener Menschen, welcher das Leben als gegeben oder besser Lernprozess hinnimmt und dahinter einen etwas tieferen Sinn sieht. Deshalb male ich mir oft in Zeiten wo ich die ein oder andere ruhige Minute habe die Situation aus welche für den regungslos am Boden liegenden Menschen vielleicht eine Art Lernprozess à la „ein Schuss vor den Bug“ ist.
Steht es in der Erm√§chtnis eines einzelnen dar√ºber zu entscheiden, sofern es m√∂glich ist, einen vielleicht erkrankten Menschen f√ºr den es eine Erl√∂sung ist/w√§re, eben diesen mit einer Reanimation ins Leben zur√ºck zu holen um ihn so wieder auf den Tag X warten zu lassen? Fraglich, …
Anyway, ich werde dieses Blog in nächster Zeit mit dem einen oder anderen Gedanken füllen und würde mich über eure Meinung zu den Beiträgen freuen.


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ich hab die gleiche einstellung, find ich gut, denn dann braucht man so kommentare wie “lass das nicht zu nahe an dich ran” oder so nicht, weil man solche sachen ziemlich objektiv betrachten kann. das mit dem wiederbeleben…genau so wie das sowas wie das ungl√ºck kurze notbremse war, ist ein entsprechender helfer ja auch mit sinn genau im richtigen zeitpunkt dort um zu helfen. wenn da jemand sterben SOLL, dann passiert das schon
Echt? Geil!
Naja, die Sache mit dem “lass das nicht zu nahe an dich ran” ist so eine Sache. Es gibt glaube ich keinen Dienst wo man sich nicht die ein oder andere, wahscheinlich vermehrt schlechte, Sache mit nach Hause nimmt. W√§r ja auch unmenschlich wenn man √ºber den Exitus eines Patienten so schnell hinweg sehen k√∂nnte da es f√ºr uns ja trotzdem nichts allt√§gliches ist. Klar, man entwickelt √ºber die Jahre eine Routine mit der Sache umzugehen, trotzdem!
Jap. Genau, da gebe ich dir recht!
Allen Respekt vor deiner T√§tigkeit, war als Zivi auch in s√§mtlichen Stationen unterwegs und hab viel gesehen. Bin blos kein Mensch der gern mit anderen fremden Menschen auf dieser Basis kann.
Danke! Also ich h√§tte vielleicht erw√§hnen sollen, dass ich das ganze auch als Zivildiener mache. Aber ich werde je nach Begeisterung nach der Zivi-Zeit (bis J√§nner 2011) wahrscheinlich freiwillig dabeibleiben. Ein entscheidender Grund ist n√§mlich, dass der Rettungssanit√§ter ein sogut wie komplettes Berufsbild (fehlt nur ein Modul) ist, und mich die Medizin und das ganze darum herum ohnehin sehr interessiert.
Kann ich mir vorstellen. Bei dir war sicherlich die ein oder andere palliative Situation dabei, oder?
Hat dich die Zivi-Zeit persönlich voran gebracht?